Cellion im Test - gut gedacht, schlecht gemacht
Aus finanziellen Gesichtspunkten gibt es viele “Feinde” eines Vielreisenden: Betrügerische Taxifahrer (ohne Stadtrundfahrt scheint es in Prag nicht zu gehen), Zusatz-Umsatz-fixierte Low-Cost-Airlines, in Punkto Nebenkosten erfinderische Hoteliers (”…schon mal ein Auto in Paris in der Hotelgarage geparkt?”). Ein Dauerärgernis sind natürlich auch die Roaminggebühren für Mobilfunk im Ausland (interessanterweise auch da prohibitiv hoch, wo ein und die selbe Telefongesellschaft die man im Heimatland als Dienstanbieter nutzt, eine Filiale hat). Gerne sucht man daher nach Alternativen. Etwa ein lokales Prepaid-Handy (wie ich es etwa für Österreich seit Jahren nutze, inzwischen ergänzt um Prepaid-UMTS-Daten). Für gelegentliche USA-Reisende bietet sich da z.B. Cellion an, an grossen Airports mit eigenen “Verkaufsständen” vertreten. Hier bekommt man eine eigene SIM-Karte, die nach einer Art Call-Through-System arbeitet zum Telefonieren. Die Konditionen sehen auf den ersten Blick gut aus, die Zugangsvoraussetzungen übersichtlich (auf den zweiten Blick geht man ein nicht unerhebliches Risiko ein, wenn einem die Karte oder die Daten abhanden kommen)
Leider gelang es mir nicht, das System während eines 1-Wöchigen USA-Aufenthalts (in den Bundesstaaten Washington und Kalifornien) Ende Mai diesen Jahres zum telefonieren zu nutzen, d.h. inzwischen (Anfang Juli) kam eine Rechnung, allerdings ist es mir während des US-Aufenthalts nicht gelungen (exakt nach Anleitung vorgehend) auch nur eine einzige Telefonverbindung aufzubauen und der während der Tour informierte eMail-Service des Anbieters (die Telefonhotline konnte ich aus naheliegenden Gründen nicht anrufen) reagierte auf meinen Supportwunsch erst nicht und dann “verschreckt” als ich den Service unter Verweis auf das Nichtfunktionieren kündigte. Eine Rechnung hat man mir (von der Bluebell Telecom AG) trotzdem geschickt (nach den AGBs wohl aber zu recht, da schon “der Versuch” kostenpflichtig ist - und versucht habe ich es mehrfach). Getestet wurde mit einem Sony-Ericcson W890i (was mit der eigenen Karte zum teuren Roaming-Tarif meines Providers sehr wohl in den besuchten Gegenden, u.a. Seattle und “Silicon Valley” sehr wohl funktioniert hat).
Erwähnenswert ist auch, dass man bei Cellion auch eine übliche Callingcard (zum Verwenden an Telefonzellen etc.) erhält (ob man will oder nicht). Diese habe ich nicht getestet.