Der Zeit voraus…
Kennen Sie das auch, das Gefuehl, wenn man in seinen Entscheidungen und Themen der Zeit voraus ist?
Mein Smart ForTwo - gekauft Anfang 2004 als das Thema für den DaimlerKonzern auf der Kippe stand - ist so ein Fall. Ich habe ihn damals mit Blick auf das Parken in der Muenchner Innenstadt erworben und die Kaufentscheidung keine einzige Sekunde bereut (abgesehen von unglaublichen Erfahrungen mit dem Dilettantismus einzelner Werkstätten, aber das gehört nicht hierher).
Jenseits der unbestrittenen zeitlichen Vorteile beim Parkplatzfinden (die sich leider finanziell nur bedingt auszahlen, weder an der Parkuhr noch (in einem seltenen Fall mal) in einem Parkhaus gibt es einen Bonus für den geringeren Flächenverbrauch) wurde man als Smart-Fahrer in der Vergangenheit doch bestenfalls belächelt… .
Das hat sich irgendwie geändert. In Zeiten von Klimadiskussion und vor allem Spritpreisexplosion wird man plötzlich ständig angesprochen, wie das Auto denn so wäre etc. und ungefragt versichern einem Passanten, Sie wollten sich nun genau so einen ebenfalls zulegen (lasst das bitte sein, die kleinen Lücken sind für mich
Und selbst der Spiegel Online hat das bemerkt…
Im beruflichen Umfeld geht es mir derzeit irgendwie ganz genauso. Jahrelang wurde über netzbasierte Services vorsichtig diskutiert. 2004 habe ich mein erstes Buch dazu verfasst und arbeite seither in Kundenprojekten, Seminaren, Vorträgen und weiteren Publikationen daran, das Thema voranzutreiben.
2008 scheint der Knoten endliche geplatzt zu sein. Die Begrifflichkeiten haben sich ein paarmal geändert und gewandelt, aber die Zielrichtung ist klar. Die Frage nach der Leistung der IT, bzw. genauer nach deren Kern wird neu gestellt.