
Quelle: www.trust-explorer.com
Glaubt man der oben zitierten Erhebung sieht es düster aus, sehr sehr düster für die Mobilfunkprovider. Die Studie zweiter Hochschulinstitute (mehr Infos im PDF hier) die der Bewertung zugrunde liegt zeigt ein verheerendes Bild. Ein Grossteil der Befragten hat eine sehr schlechte Meinung von seinem Mobilfunkprovider.
Wundert das? Hat der Kunde nicht über Jahre hinweg “Schenkungsurkunden mit undurchschaubarem Kleingedruckten und 2 Jahre lang Tarifüberraschungen” bekommen. In der Tat sind die Auswüchse - wie bereits früher in dem Blog gepostet - grotesk. Ein Gratis-Motorroller (nein nicht Motorola
oder eine Spielkonsole gehen schon mal ueber die Ladentheke wenn es darum geht einen Mobilfunkvertrag an den Mann oder an die Frau zu bringen. Längst lockt man mit dem “1Euro-Handy” niemand mehr hinter dem Ofen vor - ein Notebook muss es dann schon sein. Dass das gute Stück über 2 Jahre gerechnet schon mal rund 1000 Euro kosten kann scheint dabei bei der Erstentscheidung keine grosse Rolle zu spielen - verückte Zeiten. Aber auch Kunden die rechnen können werden schon mal aufs Glatteis geführt, tauchen doch selbst bei scheinbaren “prepaid”-Verträgen mit transparten Minutenpreisen in alle Netze plötzlich nachträglich Gebühren auf, die bei einer nicht-zeitnahen rücksendung der Simkarte plötzlich rund 30 Euro ausmachen können (hat hier jemand Premiere gesagt? Gemeint sind Mobilfunk-Verträge á la “Simply”, zum überraschenden Faktor Kartenpfand siehe deren AGB unter Punkt XII. Absatz 7! Unter der selben Adresse in Maintal residieren übrigens noch weitere Mobilfunkfirmen, die alle ähnliche Details in ihren Verträgen haben. Sicher ist keiner davon ein Anbieter dem ich auch nur mininmales Vertrauen entgegenbringen würde).
Aber auch bei seriöseren Angeboten steckt die Tücke im Detail - über extreme Roamingkosten hatte ich ja bereits mehrfach berichtet. Ich war daher gewarnt, als ich 2008 einen beruflichen USA-Trip mit meinem Blackberry antreteten wollte und wollte daher vorab abschätzen, was der Spass wohl kostet, ein Unterfangen, dass mir durch Studie der Preislisten auf der Provider-Website nicht gelang. Letzendlich war es Kleingeld (rund 1,50 Euro pro Tag Mehrkosten) aber das schlimme war, trotz Anfrage bei der Hotline war auf Anhieb niemand in der Lage mir hierzu Auskunft zu geben.
Nicht unbedingt eine Basis für “Vertrauen”! Zur Ehrenrettung von T-Mobile sei aber gesagt: Es kam ein Rückruf, der mir die Details tatsächlich korrekt erläutern konnte! Respekt!
In jedem Fall: Für 2009 mein Wunsch an die Provider: Mehr Transparenz! (=mehr Vertrauenswürdigkeit). Damit wir beim Telekomforum-Mobilfunkkongress im September vielleicht eine positive Entwicklung konzidieren können!