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Thomas R. Köhler

Awareness

Sicher im Homeoffice: Die unterschätzten Cyberrisiken am Küchentisch

thomas 19. August 2026 5 Min. Lesezeit

Homeoffice ist längst Alltag — die Sicherheitsregeln oft nicht. Zwischen privatem WLAN, Familien-Laptop und offener Videocall-Tür entstehen Lücken, die Angreifer gezielt nutzen. Das lässt sich schließen, ohne den Zeigefinger zu heben.

Die Diskussion, „was man im Homeoffice darf“, wird gern augenzwinkernd geführt. Sicherheitstechnisch ist sie ernst: Der heimische Arbeitsplatz ist für viele Unternehmen die am wenigsten kontrollierte Umgebung — und genau deshalb ein beliebtes Einfallstor.

Wo die typischen Lücken sitzen

Es sind selten spektakuläre Hacks, sondern Alltagssituationen: das schlecht gesicherte Heimnetz, der auch privat genutzte Rechner, sensible Calls im Großraum-Café, Dokumente auf dem privaten Cloud-Speicher, der Drucker, der alles ungeschützt ablegt. Jede einzelne Lücke wirkt harmlos — in Summe ergeben sie ein Risiko.

Sicherheit im Homeoffice entsteht nicht durch Verbote, sondern durch einfache Regeln, die man auch einhalten kann.

Was wirklich hilft

  • Klare Trennung: Dienstliches auf dienstlichen Geräten — mit sauberem Zugang (VPN/Zero-Trust) statt Bastellösungen.
  • Basis-Hygiene: Updates, Mehr-Faktor-Anmeldung, verschlüsselte Festplatten — automatisiert, nicht als Bitte.
  • Einfache Meldewege: Wer einen Fehler macht, muss ihn schnell und ohne Angst melden können.
  • Realistische Regeln: Vorgaben, die zum Alltag passen, werden befolgt — alles andere wird umgangen.

Gute Homeoffice-Sicherheit ist unsichtbar: Sie läuft im Hintergrund und lässt die Menschen arbeiten. Genau so sollte es sein — Schutz, der nicht nervt, sondern trägt.

Anlass: LinkedIn-Beitrag von Thomas R. Köhler zum Thema Homeoffice (August 2026).
K

thomas

„Der Vordenker zum Thema Cybersicherheit“ (Handelsblatt). Mehrfachgründer, Erfinder und Autor des Standardwerks „Cybersicherheit“. Keynote Speaker zu Cybersecurity und Künstlicher Intelligenz — beinahe wöchentlich im TV.

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