Resilienz

„Praktisch arbeitsunfähig“: Was der Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung lehrt

Prof. Thomas R. Köhler 20. August 2026 6 Min. Lesezeit

„Alles down“, die Verwaltung „praktisch arbeitsunfähig“: Ein digitaler Angriff auf Landesbehörden zeigt, wie schnell aus einem IT-Vorfall ein Totalausfall wird. Der Ernstfall ist keine Frage des Ob, sondern des Wann.

Ein Cyberangriff legt Landesbehörden lahm, Mitarbeiter sind „praktisch arbeitsunfähig“, Bürgerdienste stehen still. Solche Schlagzeilen häufen sich — und sie treffen längst nicht nur den Staat. Kliniken, Stadtwerke, Mittelständler: Wer digital arbeitet, ist angreifbar. Die entscheidende Frage ist nicht, ob es einen trifft, sondern wie gut man vorbereitet ist, wenn es passiert.

Prävention allein reicht nicht — es geht um Resilienz

Viele Organisationen investieren ausschließlich in Abwehr. Doch perfekte Prävention gibt es nicht. Was den Unterschied macht, ist Resilienz: die Fähigkeit, einen Angriff zu überstehen und schnell wieder handlungsfähig zu sein. Das ist eine Management-Aufgabe, keine reine IT-Frage.

Die Frage ist nicht, ob Sie angegriffen werden — sondern wie lange Sie danach handlungsunfähig sind.

Die vier Säulen der Handlungsfähigkeit

Der Berliner Fall ist kein Einzelfall, sondern ein Muster. Wer ihn als Weckruf nutzt und in Wiederanlauf-Fähigkeit investiert, steht beim nächsten Vorfall nicht vor verschlossener Tür — sondern hat einen Plan.

Anlass: Berichterstattung über einen Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung (August 2026); Einordnung von Prof. Thomas R. Köhler.
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Prof. Thomas R. Köhler

„Der Vordenker zum Thema Cybersicherheit“ (Handelsblatt). Mehrfachgründer, Erfinder und Autor des Standardwerks „Cybersicherheit“. Keynote Speaker zu Cybersecurity und Künstlicher Intelligenz — beinahe wöchentlich im TV.

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