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Wer hat noch Ihren Cloud-Schlüssel? Was das AWS-Key-Leak für Unternehmen bedeutet

Prof. Thomas R. Köhler 21. August 2026 6 Min. Lesezeit

„Wissen Sie eigentlich, wer Ihren Cloud-Schlüssel noch alles hat?“ Hunderte geleakte Zugangsschlüssel geben Angreifern die volle Kontrolle über Unternehmenskonten — und die Ursache liegt selten in der Cloud selbst.

Sicherheitsforscher berichten regelmäßig von hunderten offen auffindbaren Cloud-Zugangsschlüsseln, mit denen sich Angreifer volle Kontrolle über Firmenkonten verschaffen können. Das Erschreckende daran: Es ist kein exotischer Hack, sondern ein Alltagsproblem. Zugangsdaten landen in öffentlichen Code-Repositories, in Log-Dateien, in vergessenen Testumgebungen — und werden von automatisierten Scannern binnen Minuten gefunden.

Das Problem sitzt nicht in der Cloud, sondern davor

Die großen Cloud-Plattformen sind in der Regel gut abgesichert. Die Schwachstelle ist der Umgang mit Zugangsschlüsseln und Geheimnissen (Secrets): hartkodierte Keys im Quellcode, geteilte Passwörter, Schlüssel ohne Ablaufdatum, fehlende Rechteschranken. Ein einziger geleakter Schlüssel mit weitreichenden Rechten genügt, um Daten abzuziehen, Ressourcen zu kapern oder Lösegeld zu fordern.

Ein Zugangsschlüssel ist wie ein Haustürschlüssel — nur dass Kopien davon sekundenschnell weltweit verteilt sein können.

Was jetzt zu tun ist

Cloud-Sicherheit ist zu 90 Prozent Hausaufgabe des Kunden, nicht des Anbieters. Wer seine Schlüssel im Griff hat, hat die Cloud im Griff. Alles andere ist eine offene Tür mit „Bitte eintreten“-Schild.

Hintergrund u. a.: BleepingComputer zu geleakten AWS-Keys; Einordnung von Prof. Thomas R. Köhler (LinkedIn, August 2026).
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Prof. Thomas R. Köhler

„Der Vordenker zum Thema Cybersicherheit“ (Handelsblatt). Mehrfachgründer, Erfinder und Autor des Standardwerks „Cybersicherheit“. Keynote Speaker zu Cybersecurity und Künstlicher Intelligenz — beinahe wöchentlich im TV.

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